Montag, 22. Juni 2020

15 mm f2 Laowa Dreamer, die Optik ist eine Diva!

Mit "Diva" meine ich weniger den Begriff aus der Antike für "göttlich" sondern mehr den Begriff wie er auch im Duden als weitere Bedeutung erklärt wird: „jemand, der durch besondere Empfindlichkeit, durch exzentrische Allüren o. Ä. auffällt"
Die Testberichte für diese Optik sind ja durchwegs Positiv und da es für das Nikon Z System noch nicht so viel Auswahl im Weitwinkelbereich gibt, ist dies eine interessante Alternative zum 14-30 mm S f4 Zoom, oder dem 14-24 mm f2,8 AF-S f2,8 Zoom (mit FTZ-Adapter).
In einem früheren Artikel habe ich mich schon mit dem 14-30 mm S f4 Objektiv befasst: https://blitzchris.blogspot.com/2020/03/mein-eindruck-vom-weitwinkelzoom-14-30.html . 

links das 14-24 absichtlich mit dem FTZ Adapter für einen realistischen Größenvergleich an der Nikon Z

Nun habe ich noch vor den Ausgeh- und Arbeitsbeschränkungen durch das Coronavirus die Laowa Optik bei Foto Koch in Deutschland bestellt, weil leider kein Händler in Österreich diese lagernd hatte. Ein bißchen Bauchweh hatte ich schon, denn beim Versenden des Objektivs waren dann bei uns schon die Beschränkungen aktiv. Aber hier auf dem Land war es zum Glück kein Problem, dass das Paket vor die Tür gelegt wurde (was verständlich ist, denn jeder Kundenkontakt ist tunlichst zu vermeiden). 
Immerhin ist dass ein 1000.-€ Objektiv, also nicht gerade ein Schnäppchen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Objektiv komplett Manuell ist. Daher keine elektronischen Kontakte aufweist, also auch keine Blendeninformation übertragen wird. Natürlich hat dieses Objektiv auch keinen Autofokus. Andererseits ist es mit ca. 600 Gramm (inkl. Sonnenblende, Front- und Rückdeckel) noch recht leicht, hat eine hohe Lichtstärke mit f2,0 und nur einen Filterdurchmesser von 72 mm (das 14-30 hat zum Vergleich 82 mm, dass 20 mm AF-s f1,8 hat 77 mm). Auch ist die Naheinstellgrenze mit 15 cm ungewöhnlich gut.
Zum Glück funktioniert die Belichtungsmessung an der Z7 und Z6 auch mit manuellen Objektiven. Ich verwende auch einen einfachen Adapter für meine Ai-S Objektive, wie dem 35 mm f2,0. Und nicht nur die Belichtungsmessung, samt Automatikmodi (A, S), sind verwendbar, sondern auch der Senosor basierte Bildstabilisator (IBIS)!
Durch die Fokussierhilfe mittels Konturfilter und 100% Ansicht im Sucher ist die manuelle Scharfstellung auch sehr gut und sehr genau möglich.

Handhabung:
Das Objektiv samt Sonnenblende scheint komplett aus Metall zu bestehen. Die kompakten Maße passen gut zur Z Serie. Der rote Punkt für das richtige Ansetzen des Objektivs an das Gehäuse ist recht klein und daher schlecht zu sehen. Der "Click" Schieber wird Videofilmer freuen, man kann dadurch die Blende stufenlos verstellen. Da er direkt am Blendenring liegt, kann man ihn aber auch versehentlich verstellen. Die Rastung des Blendenrings ist nicht zu streng, aber auch nicht zu weich und geht von f2,0 bis f22. Die Entfernungseinstellung ist angenehm weich mit genug Wiederstand. Von Unendlich bis 0,15m ist der Drehwinkel 120 Grad. Das ist insofern zu wenig, als zwischen Unendlich und 1m nur ca 3mm liegen. Vor der Sonnenblende ist ein roter Punkt der die "entrance pupil" bezeichnet, der ist wichtig für die Panoramafotografie. Die Sonnenblende hat keine Rastung, daher man kann sie leicht verdrehen und bekommt dann Abschattungen. Filtergewinde ist 72 mm. Die Box kommt mit einem einfachen Plastikbeutel, Bedienungsanleitung, Front- und Rückdeckel samt Sonnenblende sind auch dabei.

Filter auf dem 14-24 sind umständlich zu montieren und riesig, am Laowa ist ein 77er Filter und am 14-30 ein 86er (eine Nummer größer schadet nicht nur bei der Hose....)

Schärfe:
Hier kommt der Begriff "Diva" zum Tragen. Denn das Objektiv hat eine sehr gute Schärfe zentral ab f2,8, f2,0 ist über den ganzen Bildbereich flau. Das Objektiv wird beworben als "fast verzeichnungsfrei", daher gerade Linien werden auch als solche abgebildet. Das ist soweit richtig, aber dieses Obejktiv weist dafür eine starke Bildfeldwölbung auf, ähnlich dem 14-24 f2,8 AF-s Objektiv.
Vereinfacht gesagt, wenn man auf eine Häuserzeile in 50m Entfernung scharfstellt, dann sind die Häuser im mittleren Bereich scharf, in den Ecken liegt die Schärfe aber bei 20m. Um nun eine möglichst gleichmäßige Schärfe der Häuserzeile zu erreichen, kann man auf ein dahinterliegendes Objekt in 80m Entfernung fokussieren. Dadurch wird der mittlere Bereich zwar ein klein wenig unschärfer, der Randbereich aber deutlich besser! 


Diese Problematik ist mit den hochauflösenden Sensoren mit 45 MP und mehr, viel deutlicher zu sehen. Hier spielt auch noch ein zweiter Fachbegriff eine wichtige Rolle, die der Beugungsunschärfe. Je kleiner die Pixel auf einem Sensor und je kleiner die Blende, desto mehr Beugungsunschärfe gibt es. Bei einem 45 MP Vollformatsensor wie der Nikon Z 7 beginnt dies theoretisch schon bei f5,6, merkbar wird es ab f8. Daher f11 ist eigentlich eine Blende, die man schon vermeiden sollte. Also mit 14 mm auf ein Objekt zu fokussieren, auf Blende 11 abzublenden und "alles wird gut" ist eine Illusion, die mit der D3 noch ganz gut geklappt hat, mit der D850 oder Z 7 aber nicht mehr geht.
Die Bildfeldwölbung ist also je nach Motiv ein Vor- oder ein Nachteil. Wenn ich eine Häuserzeile wie auf meinem Testbild wirklich perfekt abbilden wollte, dann ist ein starkes Weitwinkel gar nicht die beste Wahl, ein zusammengesetztes Panorama könnte hier viel besser sein. Starke Weitwinkel setze ich viel bei Architekturaufnahmen ein, hier vor allem in Innenräumen, oder bei Landschaftsaufnahmen mit einem interessanten Vordergrund. Wo so ein lichtstarkes Weitwinkel auch gut passen würde, wäre in der Astrofotografie, aber dazu später.
Das Vorangesagte erklärt zum Beispiel auch, warum dass 14-30 S f4 Objektiv bei manchen Vergleichstest besser abschneidet, als dass 14-24 AF-s f2,8. Das Z Objektiv hat zwar recht starke Verzeichnungen, aber wenig Bildfeldwölbung, daher man kann mit dem Autofokus auf die Mitte scharf stellen und bekommt ein recht gutes Ergebnis bis in die Ecken. Obwohl das 14-30 in den Ecken seine Schwächen hat. Wenn man dass beim 14-24 macht, werden die Ecken schlechter sein, auch bei f8! Aber korrigiert man den Fokuspunkt manuell nach hinten, dann schaut dass für das 14-24 wieder besser aus

Sonnensterne/Gegenlicht:
Sonnensterne sind schon bei f5,6 gut ausgeprägt und zeigen 10 Strahlen. Mir persönlich gefallen sie gut.



Linsenreflexionen (lens flare) sind möglich, aber bei Gegenlicht oder Streulicht zeigt sich das Objektiv doch recht gutmütig. Deutlich besser als das 14-24!



Zur Astro-Fotografie gibt es eine eigene Seite:

Das Laowa 15 mm Objektiv ist sehr gut für die IR Fotografie geeignet, die manuelle Scharfstellung ist hier ein großer Vorteil!
Genaueres in einem eigenen Artikel:

Infrarot Fotografie mit Nikon Kameras


Nikon Z7, 200 Iso 6 sec, Laowa 15 mm f5,6 mit Hoya R72 Filter, Stativ

Fazit:
Ein gutes Objektiv mit Stärken und Schwächen. Für ein rein manuelles Objektiv finde ich es aber etwas zu teuer.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Infrarot Fotografie mit Nikon D850, D7200 und Z7

Es gibt ein Buch von den "Science Busters" mit dem Titel: "Wer nichts weiß, muss alles glauben".
Ich habe geglaubt, dass mit den neuen Nikon-Modellen Infrarot-Fotografie nicht möglich sei, wegen des starken IR-Sperrfilters.

Dass ich diese Annahme revidieren konnte, liegt auch an der Fotoausstellung "La Gacilly-Baden", die nun zum dritten Mal stattfindet: http://festival-lagacilly-baden.photo

Die niederösterreichischen Berufsfotografen haben dabei am Josefsplatz einen eigenen Ausstellungsbereich. Für dieses Jahr wurde das Thema "Grenzen" gestellt, mit der technischen Anforderung, dass die Bilder mit der Infrarot-Technik aufzunehmen sind. Mit Infrarot-Fotografie habe ich mich schon in den analogen Zeiten beschäftigt, mit der Nikon D100 wurde es dann auch digital recht leicht, Schwarzweiß-Infrarot-Bilder herzustellen. Mit der Canon 5D habe ich auch noch Infrarot-Bilder gemacht, dann ist bei mir das Thema irgendwie eingeschlafen.


Nikon D100, Hoya R72, Kirche und Friedhof von Thingvellir, Island
Zu meiner Überraschung sind sowohl die Nikon D7200 sowie die D850, aber auch die Z7 gut für die Schwarzweiß-Infrarot-Fotografie zu verwenden. Natürlich wäre eine teuer auf IR-Fotografie umgebaute Kamera leichter zu handhaben, aber da ich es gewohnt bin, mit Stativ zu arbeiten, geht es auch so. Man braucht einen IR-Filter wie den Hoya R72 und ein Objektiv, das keinen Hotspot erzeugt.

Getestet habe ich die D7200 mit dem 16-80 mm f2,8-4 Af-S VR Zoom und dem Tokina SD 11-16 mm f2,8 DX II.
Die D850 habe ich mit dem 20 mm AF-S f1,8, dem 35 mm AF-S f1,8, dem 35 mm f2,0 Ai-s, dem 50 mm f1,4 Ai-s und dem 100 mm f2,8 Ai-s (E Serie) getestet.
An der Z7 wurde für einen ersten Test das 24-70 mm f4 Zoom und das Laowa 15 mm f2,0 verwendet.

Zu meiner weiteren Überraschung waren alle Objektive, außer dem 50 mm f1,4 Ai-s, durchgehend ohne Hotspot. Getestet habe ich meist den Bereich von f2,8 - f8.
Meine Verwendung der manuellen Nikon-Objektive liegt an einer Eigenheit der Infrarot-Fotografie. Denn "normales" Unendlich ist nicht gleich Unendlich bei IR, deswegen haben die alten Nikon-Objektive auch einen IR-Index auf der Entfernungsskala.
In der Praxis dreht man also ein wenig von Unendlich Richtung 1m, also bei Nikon-Objektiven einen Tack nach links.


Soviel zur "Old school" Technik. Es geht aber auch viel komfortabler. Denn mit der Z7 bekommt man trotz angesetztem R72 Filter ein Live-View-Bild, welches zwar stark verrauscht ist, aber trotzdem ausreichend gut ist, um zumindest mit den AF-S f1,8 Objektiven (20 mm, 35mm, 50mm, 85mm) per Autofokus scharfzustellen! Allerdings ist dies nur bei hellen, kontrastreichen, von der Sonne beschienenen Motiven halbwegs verlässlich möglich. Eine Nachkontrolle des Bildes bei 100% ist hier auf jeden Fall eine gute Idee.
Weiters stellen wir noch die Picture Control auf "Monochrom" und im Untermenü auf Orange- oder Rotfilter und voilà, wir haben auch eine ziemlich gute Vorschau auf das IR-Schwarzweiß-Bild.  
Lichtschwache Objektive werden natürlich viel eher beim Autofokus Probleme bekommen.

Die Belichtungszeiten waren bei der D7200 und der D850 ähnlich, die Z7 hatte eine etwas längere Belichtungszeit (10s zu 15s), also eine halbe Blende +.

Nikon D850, ISO 200, Hoya Filter R72, Stativ, Nikon Ai-s 35 mm f2,0 @ 10sec f8
Nikon Z7, ISO 200, Hoya Filter R72, Stativ, Nikon AF-S 20 mm f1,8 @ 8sec f5,6
Nikon Z7, ISO 200, Hoya Filter R72, Stativ, Nikon AF-S 20 mm f1,8 @ 13sec f5,6


Montag, 11. Mai 2020

Nachtfotografie mit Weitwinkel Laowa 15mm, Nikon 14-24 mm f2,8 AF-s und Nikon 14-30 mm f4 S


Rand rechts, 14-24 mm f2,8 @ f4, manuell scharfgestellt mit 100% Liveview
Ecke oben rechts, 14-24 mm f2,8 @ f4, manuell scharfgestellt mit 100% Liveview
Scharfstellen mit Af auf Laterne in der Bildmitte war nicht ganz optimal, mit manueller Scharfstellung über Liveview an der D850 gelang es mir besser.


Bildmitte, Nikon 14-30 mm f4 @f4, mit AF scharfgestellt

Rand rechts, Nikon 14-30 mm f4 @f4, mit AF scharfgestellt
Ecke oben rechts, Nikon 14-30 mm f4 @f4, mit AF scharfgestellt
Mit dem 14-30 mm f4 S objektiv an der Z7 hat der AF gute Ergebnisse geliefert. Ohne einem hellen Objekt wird es aber schwierig dieses Objektiv richtig auf Unendlich scharfzustellen, da es keine Entferungsskala besitzt.

Abschließend das Laowa 15mm f2,0: 
Jeweils das Erste Bild zeigt die optimale Schärfe, das Zweite ist nur einen Hauch anders eingestellt gewesen!
Die stark ausgeprägten Sterne erinnern mich an die Filter von Cokin, die ich in der analogen Ära verwendet habe. Ich kenne kein anderes Objektiv, das bei f4 schon einen solchen Sterneffekt hat.
Bildmitte, Laowa 15 mm f2,0 @f4

Bildmitte, Laowa 15 mm f2,0 @f4

Rand rechts, Laowa 15 mm f2,0 @f4

Rand rechts, Laowa 15 mm f2,0 @f4
Ecke rechts oben, Laowa 15 mm f2,0 @f4
Mein Fazit: Gute Nachtaufnahmen kann man mit allen drei Objektiven machen, aber das 14-30 f4 S für die Nikon Z Serie ist dabei am gutmütigsten, wegen der geringeren Bildfeldkrümmung. 
Aber es lässt sich nicht vorab manuell auf Unendlich einstellen!
Alle drei Objektive sind jetzt keine perfekten Linsen um Astrofotografie zu betreiben (gibt es die überhaupt im 15 mm Bereich?) und man muss sich vorab mit dem Problem der exakten Scharfstellung befassen. 

Sonntag, 22. März 2020

To Crop or not to crop?

Cropping oder stärkeres Teleobjektiv?

Eines vorweg, eine leidenschaftlicher und kräftiger Fotograf (mit Jahresabo im Fitnessstudio) wird natürlich eine Nikon D850 mit einem AF-S 600mm f4 Objektiv verwenden oder zumindest das 500mm PF f5,6 und damit fantastische Aufnahmen machen. Sofern er es schafft, die schwere Fotoausrüstung als Handgepäck in den Flieger zu bekommen.
Mir schwebt aber ein anderer, etwas gemütlicherer Zugang zum Thema Reisen allgemein und zur Tierfotografie im Speziellen vor.

Was wäre, wenn drei Objektive samt Kamera einen Brennweitenbereich von 14-450 mm abdecken würden und das bei einem Gewicht von ca. 2500 Gramm? Und zur Not, wenn man mit 10 MP Auflösung zufrieden ist, auch noch 600mm erreichbar sind?
Mit immer steigenden MP-Zahlen bei den Kameras ist es natürlich auch möglich, das digitale Bild mehr auszuschneiden. Bei der D850 mit 45 MP sind das im DX Mode noch immer 20 MP, mehr als genug auch für Vergrößerungen jenseits der 1m Bildbreite! Ich habe zu Hause ein Bild von meiner D3 hängen (12MP), das auf Canvas im Format 100x60 cm vergrößert wurde und das schaut verdammt gut aus. Das hängt natürlich auch vom Material, dem Betrachtungsabstand und dem Motiv ab.
Nun habe ich ein paar Versuche im Studio gemacht, um herauszufinden, ob starkes Ausschneiden (croppen) gröbere Nachteile bringt. So habe ich mit der Nikon D750 und dem 80-400 AF-s @ 400mm den Teddy fotografiert und dann mit dem 70-300 AF-p auf der D850. Das Bild der D750 über das der D850 gelegt und verglichen (bei verschiedenen Blenden). Das Gleiche noch einmal mit dem 300 mm f4 PF samt 1,4x Telekonverter an der D750.
Die Ergebnisse sind nicht eindeutig, sondern „gemischt“. Bedenken wir einmal, wieviele Parameter wir eigentlich hier haben, die wir verändern können: Auflösung der Kamera (MP), Objektivwahl, Blende des Objektivs, außerhalb des Studios spielt auch die Verschlusszeit eine große Rolle, dann die Genauigkeit des Autofokus. Letzter Punkt wird oft vernachlässigt, aber es hat schon einen guten Grund, warum es bei vielen Nikon-Gehäusen die Möglichkeit der AF-Feinabstimmung gibt. Nur ist diese Funktion selbst mit Hilfsmitteln wie „Lens Align“ nur bei Fixoptiken brauchbar, eine Zoomoptik kann man eigentlich nicht kalibrieren, denn der Korrekturwert gilt ja über den ganzen Zoombereich! Und auch der beste AF hat eine Toleranz, daher kann es bei 10x Scharfstellen auf das gleiche Motiv durchaus zu Abweichungen kommen. Je extremer der Telebereich wird, desto kleiner ist die Schärfentiefe, desto geringer sollten diese Toleranzen sein.
Und deshalb die „gemischten“ Ergebnisse, die mir aber schon auch gezeigt haben, dass Croppen an der D850 mit dem 70-300 Objektiv gleichwertige Ergebnisse liefern kann wie das 80-400 an der D750, oder das 300 PF mit 1,4x Konverter.
Es geht hier auch um die Frage günstiges Gehäuse + teures (und schweres Teleobjektiv) oder teures Gehäuse und günstiges Objektiv? Diese Frage bekommt mit der Nikon Z Serie neuen Schwung, denn hier sind die Gehäuse im Gewicht ident (Z6 zu Z7). Auch das 24-70 f4 S Objektive ist sehr gut, leichter, aber auch lichtschwächer. Was allerdings bei der fantastischen ISO-performance ehrlich gesagt kaum mehr ins Gewicht fällt. Und der EVF ist ja immer schön hell und rauschfrei, solange man nicht die schwarze Katze im Kohlekeller fotografieren will.

Nikon D850, 300 mm f4 Pf mit 1,4x Telekonverter, 1/400s f7,1. Iso 160, Ausschnitt auf 6MP
kämpfende Graureiher oder Fischreiher (Ardea cinerea), Salzlagunen bei Comacchio, Italien


Also 14-30 S f4, 24-70 S f4 und das AF-P 70-300 samt FTZ Adapter auf der Z 7 ergeben dann eine Ausrüstung, die mit einer fantastischen Auflösung aufwarten kann, tragbar und kompakt ist und, wenn man croppt, bis hin zu 500mm gute Ergebnisse erzielen kann. Allerdings ist das auch eine ziemlich teure Variante.
Deutlich billiger geht das mit einer DX-Kamera. Allerdings muss man hier Abstriche bei der Qualität/Lichtstärke der Weitwinkel Objektive machen, der Sucher ist kleiner und die Genauigkeit des AF ist ein Thema (siehe AF-Feinabstimmung).
Als günstigere und leichtere Ausrüstung wäre hier das Nikon 10-20 AF-P 4,5-5,6, das 16-80 AF-s 2,8-4 und das AF-P 70-300 4,5-5,6 zu nennen. Man kann noch das 35mm f1,8 und das sehr gute 85mm f3,5 Micro Nikkor dazutun (+570 gr.) und hat dann eine extrem vielseitige Ausrüstung. Das Gehäuse kann eine D5600 sein oder eine D7500 für die, die mehr auf Speed Wert legen. Wobei ich empfehlen würde, auch eine (gebrauchte) D7200 in Erwägung zu ziehen, die hat ebenfalls einen eingebauten Blitz, der auch als Master für weitere Blitze funktioniert und einen zweiten SD Kartenslot. Über die Notwendigkeit eines Backups in der Kamera, wird ja heiß diskutiert. Allerdings sind mir Kartendefekte in den letzten 10 Jahren nicht passiert. Gibt es ein Problem mit der Kamera, dann sind beide SD Karten betroffen. Die Kamera im Fluss versenkt, hilft der zweite Slot auch nichts.  Bei längeren Trekkingtouren in der Wildniss kann man allerdings so ein tägliches Backup auf die 2. SD-Karte machen. Da kann man auch kleinere (16-32 GB) Karten nehmen, die man jeden Tag wechselt und an einem anderen Platz als der Fototasche aufbewahrt.
Mit der D7500 kommt man dann auf ca. 2200gr, also 300gr weniger als die Ausrüstung mit der Z 6/7 wiegen würde. Nicht viel, allerdings der Preisunterschied ist doch massiv und wenn man bei der Z-Serie ein lichtstarkes 50er und ein Makro dazunimmt, dann wird der Gewichtsunterschied auch wieder deutlicher.
So gut die Ausrüstung mit der Z7 wäre, es hat natürlich nicht nur Vorteile, das Neueste und Teure sein eigen zu nennen. Ca 5000.-€ an Neuwert durch die Welt zu tragen, ist vielleicht nicht jedermanns Sache. In unserem Fall das Ganze mal zwei gerechnet.
Wer aber allein unterwegs ist, sollte ja auch an eine Backup-Kamera denken, das kann ja auch eine Sony RX-100 sein oder eine unterwassertaugliche Kompaktkamera. Denn sich auf einer längeren Reise nur auf ein Gehäuse zu verlassen, ist nicht so gut.
In der Tierfotografie kommt noch dazu, dass man mit einem Gehäuse öfter Objektive wechseln muss, da man zwischendurch auch Landschaften fotografieren will, da sind dann zwei Gehäuse auf einmal ungemein praktisch.

Wehranlage bei den Myrafällen, Nikon Z 7, 24-70 S f4 Objektiv bei 70 mm 10 s, f8, Iso 64, Graufilter, Stativ

Mein Eindruck vom Weitwinkelzoom 14-30 S f4 für die Nikon Z

Das 24-70 S f4 Zoomobjektiv für die Nikon Z Serie war mit ein Grund, die Z 7 zu kaufen, es ist wirklich hervorragend und das auch schon bei offener Blende. Deshalb hatte ich große Erwartungen an das 14-30 S f4 Weitwinkelzoom. Es gibt einen guten Review von Thom Hogan über dieses Objektiv und im Großen und Ganzen stimme ich mit ihm überein. Er meint, dass dieses Objektiv in vielen Bereichen gut einzusetzen ist, ihn aber doch ein wenig enttäuscht hat, eben weil die Latte durch das 24-70 recht hoch gelegt wurde.
Im Vergleich bei 24 und 30 mm hat das 14-30 deutliche Schwächen im Randbereich, da ist das 24-70 einfach schärfer. Überraschend war für mich der Vergleich mit dem legendären 14-24 AF-s f2,8, das 2008 gemeinsam mit der D3 auf den Markt kam und eigentlich jedes andere Objektiv, auch 14 mm Festbrennweiten, damals in den Schatten stellte. Dieses Objektiv, so gut es ist, wiegt fast 1 kg, kann nur mit speziellen, sehr großen Filtern samt Speziahalter verwendet werden und Gegenlicht sollte man tunlichst vermeiden. So gesehen ist das 14-30 mit 500gr ein Leichtgewicht, die 82mm Filter sind bezahlbar und im Gegenlicht ist dieses Zoom recht gutmütig. Die Sonnensterne gefallen mir allerdings am 20mm Af-s f1,8 besser.
Nun zu der Überraschung, sowohl bei 14 wie bei 24mm ist das 14-30mm Objektiv im Randbereich deutlich schärfer, auch bei f8 ändert sich daran wenig. 

Allerdings hat das 14-24 eine deutliche Bildfeldwölbung, dadurch ist der Vordergrund in den Ecken schärfer abgebildet, als der Bereich dahinter. Vereinfacht gesagt, wenn man auf eine Häuserzeile in 50m Entfernung per AF scharfstellt, dann sind die Häuser im mittleren Bereich scharf, in den Ecken liegt die Schärfe aber bei 20m. Um nun eine möglichst gleichmäßige Schärfe der Häuserzeile zu erreichen, kann man auf ein dahinterliegendes Objekt in 80m Entfernung fokussieren. Dadurch wird der mittlere Bereich zwar ein klein wenig unschärfer, der Randbereich aber deutlich besser! Diese Problematik ist mit den hochauflösenden Sensoren mit 45 MP und mehr viel deutlicher zu sehen. Hier spielt auch noch ein zweiter Fachbegriff eine wichtige Rolle, die der Beugungsunschärfe. Je kleiner die Pixel auf einem Sensor und je kleiner die Blende, desto mehr Beugungsunschärfe gibt es. Bei einem 45 MP Vollformatsensor wie der Nikon Z 7 beginnt dies theoretisch schon bei f5,6, merkbar wird es ab f8. Daher f11 ist eigentlich eine Blende, die man schon vermeiden sollte. Also mit 14 mm auf ein Objekt zu fokussieren, auf Blende 11 abzublenden und "alles wird gut" ist eine Illusion, die mit der D3 noch ganz gut geklappt hat, mit der D850 oder Z 7 aber nicht mehr geht.

Ein Vergleich mit dem 20mm AF-s f1,8 zeigt aber wenig überraschend, dass die Fixoptik besser ist. Die angekündigte 20mm S f1,8 soll noch besser sein, leider auch deutlich schwerer, aber für Sternenfotografie wahrscheinlich ein sehr gut geeignetes Objektiv. Auf Reisen würde ich eher zu einer Kombination aus 20mm, 24-70mm f4 und 70-200 f4 mit FTZ Adapter greifen. Alternativ könnte man auch 14-30, 50 und 70-200 wählen. Allerdings ist für Sterne und Polarlichtaufnahmen f4 nicht so optimal, obwohl ich solche Aufnahmen früher auch mit dem Nikon 16-35mm f4-Objektiv gemacht habe und die sind gar nicht schlecht geworden. Das 14-30 erinnert mich an das 16-35: vielseitig, gutmütig, aber halt nicht perfekt.


gesamtes Bild linke Seite bei f4


gesamtes Bild rechte Seite bei f4
Bei f8 oder f11 wird der Unterschied natürlich deutlich kleiner, aber ganz verschwindet er nicht. Nun kann es natürlich sein, dass mein 14-24 Objektiv nach mehr als 10 Jahren Einsatz zu Hause, aber auch auf vielen Reisen einige Stöße abbekommen hat. Doch ich denke, dass einfach die Anforderungen an ein Objektiv heute viel heftiger sind, denn die D3 hatte 12 MP, jetzt sind wir bei 45 MP, sodass Schwächen gnadenlos aufgezeigt werden.


Nach einem Neukauf mache ich ja immer diese Häuserreihe als Testserie und dass dies sinnvoll ist, habe bei meinem 24-70 S f4 Objektiv gesehen. Dort fiel mir im linken Bildbereich bei 24 und 35 mm ein unscharfer Fleck auf. Kommentar zu den Bildern von Thom Hogan: Asphärischer Linsenfehler, irreperabel, man kann die Linse ja nicht gut herausnehmen und nachschleifen. Objektiv zum Nikon Service über NPS Wien nach Deutschland eingeschickt, natürlich mit Belegfotos, überraschenderweise unrepariert zurückbekommen mit dem Verweis "Alles in Ordnung". Klar, wenn man mit 5 m Abstand Siemenssterne abfotografiert, wird man so einen Fehler auch nicht feststellen können. Zum Glück bin ich als Berufsfotograf im Nikon NPS Programm (Nikon professional service). Und das ist in Wien nicht nur professionell, sondern auch sehr hilfsbereit. Da wurde mir das Objektiv dann ausgetauscht und jetzt "erklären" die dem Servicecenter das Problem. Aber die Lehre daraus ist, ein noch so hochgelobtes neues, teures Objektiv kann einen Fehler haben, daher immer gleich testen, testen, testen!

Myrafälle, Nikon Z 7, 14-30 S f4 bei 14 mm, 1/4s, f11, Iso 64, Graufilter, Stativ

Einfache und günstige Makroblitzlösung



Es gibt verschiedenen Makroblitzlösungen, von recht günstig bis teuer, wie der R1C1 Makrokit von Nikon, den ich auch besitze. Dieser funktioniert ja gut, aber der Nachteil ist einmal, dass für die Blitze CR 123A 3V Lithiumbatterien verwendet werden.  Der SU-800-commander wird nur an Kameras ohne eingebauten Blitz benötigt. Die Lösung, die ich jetzt gerne verwende, ist viel flexibler, weil sie auf einfache Aufsteckblitze von Metz zurückgreift. Die Metz 26Af-2 sind sehr kompakt, können mit AAA-Akkus (2 Stück) betrieben werden und sind mit dem Nikon CLS System kompatibel, können also im TTL-Betrieb als Slave eingesetzt werden. Nur eine Gruppen- oder Kanalauswahl gibt es nicht, also feuern beide Blitze mit der gleichen Leistung.
Die Blitzhalter bekommt man um wenige Euro als Zubehör, wobei ich aus Holz an der Unterseite rechts und links zwei abgeschrägte Führungsteile angeschraubt habe. Damit diese gut halten, sind sie mit Schrumpfschlauch überzogen. Die Fixierung mit starken Gummiringen hält erstaunlich gut. Der Vorteil ist, dass man so an verschiedenen Objektiven ohne Adapterringe die Blitze befestigen kann. Da dies vollwertige Aufsteckblitze sind, kann man sie auch an der Kamera verwenden oder beliebig um ein Objekt herum positionieren. Die Blitze haben auch ein LED-Licht, was allerdings für Videoaufnahmen doch etwas schwach ist.
Wer will, kann die Idee gerne aufgreifen, aber dies geschieht auf eigene Gefahr.


selbst das recht kleine 85 mm f3,5 DX Makro hält die Blitze gut





auch am 200 mm f4 Makro funktioniert diese Makroblitzlösung gut.

Nikon D850 mit 200 mm f4 Makro und Makroblitzen, 1/250s, f14, Iso 64

Dx oder FX bei Nikon- ein paar Gedanken

Als update zu meinem Blog-post: "Zwei Kameras sind besser als eine".

Auf unserer letzten sechswöchigen Reise im Sommer 2019 haben wir so unterschiedliche Regionen wie die Berge des Piemont entlang des GTA-Wanderweges, einige schöne Orte in Frankreich und dann vor allem die Küsten der Bretagne bereist. All das kann man nachlesen in unserem Reiseblog:
http://christianhandl-fotoblog.blogspot.co.at
Verwendet haben wir fast ausschließlich die Nikon D7200, meist mit dem Nikon AF-S VR 16-80mm f2,8-4 Zoomobjektiv. Dabei war im Fotorucksack (jeweils ein Mind Shift Rotation) noch je ein AF-P 10-20 mm Zoom von Nikon, ja, das Plastikding um 260.-€, und ein 85 mm Makro. Manchmal kam auch das 70-300 AF-P Objektiv zum Einsatz (die FX Version).
Dazu muss man wissen, ich hatte sehr wohl meine D850 mit einigen Objektiven auch mit dabei, aber die blieb gut gesichert meist im Campingbus.
In meinem frühreren Artikel meinte ich ja noch, dass eine Kombination aus D7200 und D750 gar nicht so schlecht wäre, eben weil man FX Brennweiten gut kombinieren kann. Z.B. das 16-35 auf der D750 und das 24-120 auf der D7200 und so auf einen Brennweitenbereich von 16-180 mm kommt.

Natürlich hat das einen Haken, nämlich das Gewicht, sowohl durch die Vollformat-Objektive wie auch wegen der zwei Gehäuse. Der Backup-Gedanke ist schon wichtig, aber wenn man zu zweit unterwegs ist, dann reicht auch ein Gehäuse pro Person, vor allem bei Tagestouren. Und am GTA im Piemont, wo man mehrere Tage unterwegs ist (die gesamte Tour sind gut 60 Tage!) und meist mehr als 1000 Hm pro Tag im Auf- und Abstieg zu überwinden hat, ist Sparsamkeit beim Gepäck sowieso eine gute Idee.

Alpe mud di Mezzo, Piemont, GTA, Nikon D7200, 10-20 mm AF-P 4,5-5,6 bei 11,5 mm, 1/250s f9 Iso 100

Die Entscheidung für die D7200 hatte sehr wohl mit Bequemlichkeit (Gewicht) zu tun, aber auch mit der wenig überraschenden Erkenntnis, das zwischen der D7200 und der D750 bei niedrigen ISO praktisch kein Qualitätsunterschied zu bemerken ist. 
Dann probierte ich das 16-80 f2,8-4 mm Objektiv an der D7200 aus und verglich die Ergebnisse mit der Kombination 24-120 mm f4 und D750. Das 16-80 ist vor allem bei der Randschärfe deutlich besser als das 24-120 und das nicht nur bei offener Blende!
Dann kam noch ein positiver Test, ich glaube, es war bei Thom Hogan, für das 10-20 mm AF-P Weitwinkelzoom dazu. Auch wenn man es mir nicht glauben mag, dieses lächerlich billige Objektiv bringt abgeblendet bei F8 gleich gute Ergebnisse wie das 16-35 mm f4 Objektiv an der D750. Und da das kleine Objektiv nur 230 Gramm wiegt, ist es natürlich immer dabei.

Wie so oft geht es darum, ob man "gut genug" oder "so gut wie möglich" anstrebt. Da ich als Berufsfotograf eher lokale Aufträge mache und leider keine Aufträge von Autofirmen habe, ist jede aktuelle 24 MP Kamera mehr als ausreichend, um eine hervorragende Qualität der Bilder zu erreichen. 
Natürlich kann es nicht schaden, eine 45 MP Kamera wie die Nikon D850 einzusetzen, oder?
Wenn man eine Firmung fotografiert, natürlich ohne Blitz, dann ist es am wichtigsten, dass man die Firmlinge richtig ins Bild setzt, sodass die Eltern zufrieden sind. Es ist aber praktisch irrelevant, ob die Kamera 12, 24 oder 45 MP hat, denn die Bilder werden sowieso auf eine kleine Pixelzahl (ca. 2400px) reduziert, weil in 99% der Fälle die Kunden gar keine hochauflösenden Bilder wollen, die bringen ja auch nicht viel, wenn man die Fotos am Monitor des PCs oder des Smartphones anschaut. Und wenn, dann lässt man vielleicht ein 13x18 Print für die Oma machen, aber Poster eher kaum. 
Wenn die Kirche sehr dunkel ist, kann es schon sinnvoll sein, eine D750 mit einem 50 mm f1,8 Objektiv der D7200 mit dem 16-80 vorzuziehen, vor allem deshalb, weil der VR nicht so viel bringt. Ist ja auch nicht sehr sinnvoll, wenn zwar der ganze Innenraum der Kirche Dank dem VR bei 1/15 sec scharf abgebildet ist, aber der Firmling nicht, weil er sich bewegt hat.

Was bei den DX-Kameras von Nikon ärgerlich ist, ist die oft eingeschränkte Objektivauswahl. Gerade Fixoptiken sind dünn gesät. Ein zum Vollformatobjektiv 20 mm f1,8 vergleichbares Objektiv im DX-Format sucht man vergeblich. Gerade einmal von Tokina gibt es die 11-16 oder 11-20 mm f2,8 Zooms, die ganz gut für Sternenfotografie geeignet sind.

Nebelstimmung Klammhöhe, Nikon D850, 70-200 mm f4 bei 1/250s f8, Iso 64

Das neue spiegellose Z System von Nikon ist nun durchaus eine Alternative zur D7200 bezüglich Kompaktheit und Gewicht, vor allem die Z 50. Nur sind die lichtschwachen Kitobjektive nicht ganz mit einem 16-80 f2,8-4 vergleichbar und das Fehlen eines günstigen 10-20 mm Objektivs für das Z System ist auch ein Minuspunkt. Warum Nikon es nicht schafft, einen Objektivadapter anzubieten ohne das sinnlose Stativgewinde, das nur unangenehm auf die Hand drückt, zu teuer ist und auch noch seltsam aussieht, das ist mir wirklich ein Rätsel. Dass Nikon im Gegensatz zu Sony keine Daten bezüglich des Objektivanschlusses freigibt, ist ein weiterer Fehler, denn so wird es auch in Zukunft nur ein sehr eingeschränktes Objektivangebot geben, was das Z-System für viele unattraktiv macht.

Dass ich trotzdem eine Z 7 gekauft habe, samt dem hervorragenden 24-70 f4 Objektiv, liegt eben an diesem kompakten Objektiv, aber auch daran, dass ich nur mehr mit dem linken Auge gut sehe. Nun hatte ich schon seit meinem 50.  Lebensjahr eine Lesebrille dabei, aber mit den großen Menüs der Nikon Kameras ging das noch ganz gut ohne Brille. Die D7200 linksäugig zu verwenden geht natürlich, aber wegen dem anderen Tastenlayout auf der Z7 ist dies für mich nun weit angenehmer. Natürlich hilft auch der helle elektronische Sucher, weil ich auch die Menüs einblenden kann und diese dank Dioptrienausgleich gut lesen kann. Und der nun auch sehr gut funktionierende Eye AF ist auch eine große Hilfe, nicht zu vergessen der Bildstabilisator des Sensors, der meine nicht mehr ganz so jugendlich ruhigen Hände ein wenig ausgleicht.